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Geschichte des BSW



10 Semmeln für 29 Pfennig – nur Beamte können so billig einkaufen


Unsere Zeitreise führt Sie in dieser Ausgabe durch die 60er bis 80er Jahre. Zudem haben wir bei langjährigen MitarbeiterInnen nachgefragt, welche Veränderungen sie beim BSW erlebt haben. Erfahren Sie, was es mit der Zahl 1,95583 auf sich hat und welches Boulevardblatt Werbung für das BSW gemacht hat.



1968 verlegte das BSW seinen Sitz von Hamburg nach Bayreuth. Ziel war es, neue Geschäftsverbindungen zu finden, denn BSW befand sich in einer schwierigen Zeit. Es machte sich bemerkbar, dass BSW hauptsächlich nebenberuflich von Beamten geführt wurde. Zugleich gab es eine strategische Neuausrichtung, weshalb der neue Grundsatz lautete: Es wird keinen direkten Warenverkauf mehr geben, sondern das BSW spezialisiert sich auf die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen.



BSW gewinnt Quelle als wichtige Partnerfirma

Da kam es recht, dass Anfang 1969 eine der wichtigsten Geschäftsbeziehungen für BSW zustande kam – mit dem Großversandhaus Quelle. Für BSW-Betreute wurde bei Quelle ein Familienkonto eingerichtet, über das der einzelne Betreute eine Unkostenvergütung von 5% erhielt. Durch die Verknüpfung setzte man es sich zum Ziel, die Anzahl der Betreuten zu erhöhen, weshalb man vertriebliche Maßnahmen verstärkte. Regionale Geschäftsstellen wurden eröffnet, über die neue Betreute in den Behörden gewonnen werden sollten. Die Zusammenarbeit mit Verbänden und Gewerkschaften spielte beim BSW schon immer eine wichtige Rolle, nicht nur bei der Gründung durch Hamburger Zollbeamte. Ab den 70er Jahren forcierte BSW den Abschluss von Kooperationsverträgen mit Verbänden des öffentlichen Dienstes, weil die Unterstützung auch für Werbemaßnahmen und den Außendienst wichtig war.




BILD macht Werbung für das BSW

Wie bereits im Januar angesprochen, war der „Wegweiser“ oder wie er später hieß „Einkaufsratgeber“ das wichtigste Informationsmittel. Nicht nur die eigene Kommunikation sorgte für eine erhöhte Anzahl an Betreuten, sondern auch die Presse. Anfang der 70er Jahre meldete die BILD in einer aufmerksamkeitsstarken Schlagzeile

"10 Semmeln für 29 Pfennig - nur Beamte können so billig einkaufen."

Zwar im BILD-Stil überzogen, sorgte der Beitrag doch mit Sicherheit dafür, dass mehr Leute auf BSW aufmerksam wurden.


Die Anzahl der Partnerfirmen steigt

BSW ging es nun stetig besser. Die Sogwirkung von Quelle machte sich bemerkbar, denn es wurden viele große Partnerfirmen, wie zum Beispiel Vergölst, gewonnen. Das Autoangebot wurde in den 70er Jahren sukzessive ausgebaut. Den Anfang machte man mit Peugeot, doch bald kam die komplette Palette der bekannten Automarken hinzu. Bis heute ist der Autobereich ein wichtiges Standbein des BSW.




BSW wird modern

Ab Anfang der 80er Jahre wurde eine EDV eingeführt, um die Verarbeitung zu vereinfachen und gezielte Mitgliederkommunikation zu betreiben. Zeitgleich wurde das BSW-Magazin entwickelt, das bis heute fester und zentraler Baustein der Mitgliederinformation ist. Ab Mitte der 80er Jahre erfolgte der bundesweite Ausbau der BSW-Vertriebsstellen. Sie dienten zum einen als Beratungsstelle für die Mitglieder, zum anderen wurde dadurch das Leistungsspektrum weiter verbessert. Die Niederlassung in Berlin sollte sich später als wichtige Basis beweisen, um schnell in den neuen Bundesländern Fuß zu fassen.