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Geschichte des BSW




Wäschekörbe voller Bankbelege und Currywurst per Post

Unsere Zeitreise durch die BSW-Geschichte führt Sie diesmal vom Mauerfall Ende der 80erJahre bis ins neue Jahrtausend. Erfahren Sie, wie die technischen Innovationen der letzten Jahrzehnte den BSW-Alltag revolutioniert haben, was das BSW-Reisebüro so besonders macht und wie kreativ Mitglieder sich für die gelungene Reiseberatung bedanken.

Am 09. November 1989 wurde in Deutschland Geschichte geschrieben: An diesem Tag im Herbst fiel die Berliner Mauer, die mehr als 28 Jahre lang Deutschland in Ost und West getrennt hatte. Ein Jahr später, am 03. Oktober, trat die damalige DDR der Bundesrepublik bei. Deutschland war wieder eins. Auch für das BSW war dies eine spannende Zeit der Veränderung: Bereits vor der Wiedervereinigung war BSW mit der Tochtergesellschaft Betreueinkauf (BE) in Berlin aktiv. Zu Beginn des Jahres 1991 wurden dann auch BE und BSW vereinigt, indem das BE inklusive seiner 33.500 Mitglieder und 445 Partnerfirmen vollständig in das BSW integriert wurde.

Neue Länder, neue Mitglieder, neue Partner

Aus dem BE Sitz in Berlin wurde die BSW Hauptgeschäftsstelle Berlin. Bereits 1994 hatte BSW es geschafft, im Osten Deutschlands ein flächendeckendes Netz aus Vertriebsstellen aufzubauen. Auf dieser Basis und dank einer engen Kooperation mit den Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes schnellte auch die Anzahl der BSW-Mitglieder in die Höhe: Im Zeitraum von 1989 bis 1994 verdoppelte sich die Mitgliedsanzahl. Parallel dazu baute BSW das Partnerfirmenangebot kontinuierlich aus. Während die Mitglieder aus den neuen Bundesländern anfangs vor allem von Partnern aus Westberlin und früheren grenznahen Gebieten profitieren konnten, kamen mit der Zeit immer mehr Unternehmen aus den neuen Bundesländern sowie Versandhändler und überregional arbeitende Unternehmen aus ganz Deutschland als Partnerfirmen hinzu.





PCs statt Wäschekörbe voller Papier

Doch nicht nur politisch hat sich Ende der 1980er und Anfang der 1990er-Jahre viel getan, auch wichtige technische Entwicklungen haben damals ihre Anfänge gefunden. Viele von ihnen, zum Beispiel die Digitalisierung und das Internet, sind aus unserem Alltag inzwischen nicht mehr wegzudenken. Früh erkannte man bei BSW die Möglichkeiten und folgte dem Puls der Zeit, indem man bereits Mitte der 80er-Jahre erste PCs anschaffte. Mithilfe der Computer wurden interne Prozesse automatisiert – das half nicht nur Arbeitszeit, sondern auch Papier und Muskelkraft zu sparen: „Vor der Digitalisierung wurde viel mit Papier gearbeitet. Regelmäßig mussten wir damals hunderte von Bankbelegen mühsam per Hand sortieren. In Wäschekörben haben wir die Haufen an Belegen dann zur Bank getragen“, erinnert sich Geschäftsführer Martin Steinlein schmunzelnd. Inzwischen laufen all diese Prozesse automatisiert und digital ab – die BSW-Mitarbeiter können sich in der gewonnenen Zeit anderen Aufgaben widmen und ihre Oberarme schonen.

Mehr Individualität

Natürlich profitierten auch die BSW-Mitglieder von den neuen technischen Möglichkeiten bei BSW: Die Übermittlung und Verarbeitung der Umsatzdaten ging nun deutlich schneller vonstatten, wodurch der Zeitraum bis zur Gutschrift der Boni ebenfalls verkürzt werden konnte. In Kombination mit neuen Druckverfahren bildete die elektronische Datenverarbeitung auch die Basis dafür, dass BSW seine Mitglieder noch besser informieren konnte.

Bis Ende der 90er Jahre erhielten sie einmal jährlich einen Einkaufsratgeber mit einer Übersicht aller Partnerangebote ihrer Region per Post. Insgesamt gab es 20 solcher Einkaufsregionen. Die Folge war, dass die Informationen des Einkaufsratgebers oft unspezfisch und auch schnell veraltet waren. Mit den neuen Technologien war es ab den frühen 2000er Jahren möglich, die Angebotsübersichten anhand von Postleitzahlen individuell anzupassen. Seitdem erhält das BSW-Mitglied zielgenau und aktuell die Partnerfirmenangebote, die für seine Bedürfnisse tatsächlich relevant sind.





Schnell, einfach, online

Insgesamt haben die technischen Entwicklungen der letzten Jahre es BSW erlaubt, für seine Mitglieder besser, übersichtlicher und schneller zu werden: Egal, ob Sie als BSW-Mitglied heutzutage im Geschäft oder online kaufen, die Vorteilsgewährung und -ausschüttung geht automatisiert und ohne großen Aufwand vonstatten. Mittels des BSW-Newsletters, für den sich jedes Mitglied registrieren kann, werden exklusive Angebote schneller kommuniziert, als es vor einigen Jahren noch denkbar war – und können so auch schneller genutzt werden. Die BSW-App zeigt dem Nutzer die Partner-Geschäfte in seiner unmittelbaren Umgebung an. Zusätzlich liefert sie, wie auch die BSW-Webseite eine kompakte und aktuelle Übersicht aller verfügbaren Partnervorteile.

Mit BSW in den Urlaub

Seit dem Jahr 2002 bietet BSW seinen Mitgliedern einen weiteren Service: Ein hauseigenes Reisebüro wurde gegründet und widmet sich ganz der Aufgabe, BSW-Mitgliedern zu ihrer Wunschreise zu verhelfen. Von anderen Reisebüros unterscheidet das BSW-Reisebüro vor allem eines: Die Beratung findet über das Telefon statt. So können Mitglieder aus ganz Deutschland bequem von zu Hause aus bei den Mitarbeitern des BSW-Reisebüros, die allesamt ausgebildete Touristiker sind, anrufen und ihren individuellen Urlaub planen – und das auch an Sonn- und Feiertagen.





Dass die persönliche Beratung und Hilfe bei der Reiseplanung bei den BSW-Mitgliedern gut ankommen, macht sich schon beim Betreten des BSW-Reisebüros bemerkbar. Dort hängen dutzende Postkarten aus zahlreichen Ländern an einer Pinnwand, welche die BSW-Mitglieder zum Dank versendet haben. „Wir haben aber auch schon Kuchen von einem zufriedenen Kunden gebacken bekommen“, erzählt Reisebüroleiterin Sandra Lerche, „Ein anderer hat uns Berliner Currywurst per Post geschickt. Solche Gesten freuen uns natürlich sehr und zeigen uns, dass wir unsere Arbeit gut machen."