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ÖD-Aktuell - Neuigkeiten für den Öffentlichen Dienst Nachrichten für den Öffentlichen Dienst Hintergründe, Berichte und Meinungen aus dem Öffentlichen Dienst

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Reihe: Ausbildung im Öffentlichen Dienst

Ein Öffentlicher Dienst: mit vielen Diensten

Der Bürodrehstuhl ist nur die halbe Wahrheit: Der öffentliche Dienst braucht Menschen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und Kenntnissen. Wie vielfältig die Ausbildung, Aufgaben und Tätigkeitsgebiete für Kommune, Land und Bund sind, zeigt unsere Reihe: Ausbildung im öffentlichen Dienst.


Die Vielfalt ergibt sich aus den Aufgaben, die Bund, Länder und Gemeinden für ihre Bürger erfüllen. Beispiel Kommune: Während des 19. Jahrhunderts bedingten unhygienische Verhältnisse vor allem in schnell wachsenden Städten die Ausbreitung von Epidemien. Um ihre Bürger zu schützen, bauten die Städte kommunale Einrichtungen auf: für Müllabfuhr, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Nach und nach wurden der öffentlichen Hand immer mehr Aufgaben zugeschrieben.
Zur kommunalen Daseinsvorsorge zählen heute neben Abfallwirtschaft, Abwasserentsorgung und Wasserversorgung auch die Versorgung mit Energie, der öffentliche Personennahverkehr, Krankenhäuser sowie soziale und kulturelle Dienstleistungen und Angebote wie Schulen, Büchereien, Museen, Jugend- und Seniorenhilfe und vieles andere mehr. Auf jeder strukturellen Ebene – von der Kommune über Landkreise und Bundesländer bis zum Bund – erbringen staatliche Organe in den abgesteckten Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit Dienste für ihre Einwohner. Keine Frage, dass es für die Erfüllung dieser Aufgaben Menschen braucht und zwar mit unterschiedlichsten Kenntnissen und Fähigkeiten.

Die Vielfalt der Kommune: Beispiel Frankfurt


Für das Ausbildungsjahr 2016 schreibt zum Beispiel die Stadt Frankfurt am Main eine Vielzahl von Ausbildungsstellen aus. Sie sucht Fachkräfte der Abwassertechnik und Konstruktionsmechaniker für die kommunalen Abwasserreinigungsanlagen sowie Vermessungstechniker, die im Stadtvermessungsamt Grundlagen für alle planenden und bauenden Ämter und Betriebe der Stadt erstellen. Des Weiteren bildet sie Land- und Baumaschinen-Mechatroniker aus, denn wie viele Kommunen hat auch Frankfurt einen riesigen Fuhrpark und zahlreiche Geräte: vom Bagger über Rasenmäher und Motorsäge bis zur forstwirtschaftlichen Erntemaschine, die gewartet und repariert werden müssen.
Auch wenn „Mainhattan“ seinen Ruf als urbane Bankenmetropole hat, sind über die Hälfte des Stadtgebietes Grün- und Wasserflächen. Für 2016 bietet Frankfurt daher auch diverse Ausbildungen mit botanischer Ausrichtung, darunter Forstwirte und Gärtner, sowohl der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau als auch der Fachrichtung Zierpflanzenbau. Wer sich mehr für Tiere statt Pflanzen interessiert, findet im Zoo der Stadt Ausbildung und Arbeit.

Nach wie vor sind Gesundheit und Hygiene zentrale Aufgaben einer Kommune. Das Frankfurter Gesundheitsamt bietet Ausbildungen für medizinische Fachangestellte und Gesundheitsaufseher. Beide Tätigkeiten umfassen vielerlei Aufgaben: mit Menschen ebenso wie mit Computern. So geht ein Gesundheitsaufseher vor Ort, um die Hygiene in Bädern, an Seen, auf Kinderspielplätzen und in Sportstätten zu kontrollieren, protokolliert werden Ergebnisse, eventuelle Mängel und deren Beseitigung dagegen natürlich im Büro. Innen- und Außendienst wechseln sich also ab.

Letztes Beispiel: Ein städtisches Kinderheim bildet Hauswirtschafter aus. Neben Kochen, Backen, Wäsche waschen und Putzen lernen sie Räume kreativ für Feste zu dekorieren, aber auch Kosten und Vorratshaltung zu planen sowie Verträge mit Lieferanten auszuhandeln.



Manchmal nicht so einfach: Der Umgang mit den Bürgern


Diese Ausbildungen sind nur ein Ausschnitt von Frankfurts Ausschreibungen. Doch bereits dieser Teil zeigt exemplarisch die Bandbreite kommunaler Aufgaben – aber auch die Anforderungen, denen Auszubildende, Arbeiter, Angestellte und Beamte gerecht werden müssen. Obendrein ist es mit dem Öffentlichen Dienst in etwa so wie mit einem Privathaushalt: Ist alles sauber und funktioniert reibungslos, werden Einsatz und Mühe dahinter kaum wahrgenommen. Fehlt etwas oder ist kaputt, ist das Geschrei groß.
So braucht so gut wie jeder im Öffentlichen Dienst Beschäftigte eine gutes Maß an Diplomatie und Fingerspitzengefühl im Umgang mit dem Bürger: Der Beschäftigte der Abwasserversorgung, der eine leckgeschlagene Leitung sofort abdichten und dafür Hunderten von Haushalten ohne Vorankündigung vorübergehend das Wasser absperren muss, genauso wie Beschäftigte im Einwohnermeldeamt, für die Kundenkontakt zum Alltag gehört.


  • Öffentlicher Dienst, Ausbildung, Angestellte, Beamte, Karriere, Berufschancen