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Trend der Zukunft: Kontaktloses Zahlen

Naht der Abschied von Banknoten und Münzen?

Das hektische Zusammensuchen des passenden Kleingeldes an der Kasse könnte schon bald der Vergangenheit angehören, denn schon jetzt setzen immer mehr deutsche Geschäfte auf das kontaktlose Zahlen. Der schnelle Griff zum Smartphone soll das Portemonnaie überflüssig machen, doch sowohl Verbraucher als auch Datenschützer sehen Probleme.

Kontodaten hinterlegen und los geht‘s

Der Kauf ohne Bargeld ist keine Neuheit. Schließlich zücken viele Verbraucher gerne EC- oder Kreditkarte, um ihre Einkäufe zu begleichen und auch die schnelle Online-Überweisung ist populär. Auf weitaus mehr Widerspruch stößt hingegen das kontaktlose Zahlen bei immer mehr Einzelhändlern wie Douglas, EDEKA oder diversen Tankstellen. Statt die Karte in ein entsprechendes Lesegerät zu stecken, ist bei der NFC-Methode (Near Field Communication) seit 2012 nur noch ein kleiner Chip notwendig. Dieser befindet sich bereits in den meisten neuen Giro- sowie Kreditkarten und ist durch ein Funk-Symbol gekennzeichnet. Je nach Karte muss der Chip extra aufgeladen werden oder es wird eine Verknüpfung mit dem Konto hergestellt. In der Regel ist das Guthaben auf 200 Euro begrenzt. Auch Handys, die nicht älter als rund drei Jahre sind, verfügen inzwischen über die entsprechende Funktion. Allerdings ist das Herunterladen einer sogenannten Wallet-App nötig, um die Kontodaten zu hinterlegen. Zur bargeldlosen Datenübertragung muss das Handy oder die Karte in zwei bis vier Zentimetern Entfernung an das entsprechende Terminal im Geschäft gehalten werden. In der Regel ist bis zu einem Rechnungsbetrag von 25 Euro nicht einmal eine Unterschrift oder PIN notwendig, doch genau hier liegt das Problem.

Mobile Payment-Methoden sind (noch) nicht gefragt

„Nach wie vor ist Deutschland mit rund 50 Prozent Marktanteil ein Bargeldland“, erklärt Stefan Roßbach von der TME AG in Frankfurt/Main, einer Unternehmensberatung für Financial Services, gegenüber BSW. An über 80.000 Terminals ist das kontaktlose Zahlen in Deutschland bereits möglich, doch nur rund jeder Dritte nutzt diesen Service, wie eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC ergab. Der Grund: Im Vergleich zu anderen Ländern liegt die Bundesrepublik im Bereich der Digitalisierung nur im unteren Mittelfeld. „In Dänemark beispielsweise müssen Händler gar kein Bargeld mehr annehmen. Mobile Payments haben sich noch lange nicht durchgesetzt. Allerdings ist die Near Field Communication als Standard anzusehen und wird sich in den nächsten Jahren sicher weiterentwickeln“, ist Roßbach überzeugt.

Angst vor Datenmissbrauch

Neben den Defiziten in der Digitalisierung scheint auch die Unsicherheit der Kunden ein wesentliches Hemmnis für das bargeldlose Zahlen darzustellen. Rund 85 Prozent der Teilnehmer der PwC-Umfrage zeigten Bedenken, dass die privaten Daten missbraucht oder von Unbefugten abgefangen werden könnten. Auch Datenschutzexperten, wie der ehemalige Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, sehen in diesem Punkt die größte Schwierigkeit mit der neuen Technologie. Denn inzwischen gibt es Möglichkeiten, wie aktuelle Fälle gezeigt haben, sich unbefugten Zugang zu den privaten Daten zu verschaffen.

Wie wahrscheinlich ist der Datenklau?

Wo neue Methoden des Mobile Payments entstehen, sind meist auch Softwareprogramme nicht weit, die sich die Technologie im negativen Sinne zunutze machen. Datenschützer warnen daher vor Hackerangriffen. Spezielle Lesegeräte oder auch Apps sind in der Lage, die vom Chip versendeten Funkwellen abzufangen und sich so Zugriff zu der Kreditkartennummer und dem Ablaufdatum zu verschaffen. Allerdings relativiert Stefan Roßbach die Gefahr: „Die Daten werden nur in kurzer Entfernung übertragen. Außerdem können Zahlungen mit einer entsprechenden App nachverfolgt werden, sodass schnell reagiert werden kann.“ Spezielle Schutzhüllen verhindern darüber hinaus die Datenübertragung.

Schutzmaßnahmen beim kontaktlosen Zahlen

Bei Verlust oder Diebstahl der Karte bzw. des Handys können Dritte den aufgeladenen Wert aufbrauchen, bis die Karte gesperrt wird. Bei EC- und Kreditkarten geht das unter der kostenlosen Telefonnummer 116 116. Betroffene haften bis zu einer Höchstgrenze von 150 Euro für den NFC-Chip, allerdings ist dies von Bank zu Bank unterschiedlich.


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