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20200914-Trend Alternative Antriebe
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20200914-Trend Alternative Antriebe

Elektroautos – beim Kauf sparen und
beim Fahren Geld verdienen



1. Innovationsprämie bis Ende 2022 verlängert

2. Jährlich von der Treibhausgasminderungsquote profitieren





1. Innovationsprämie bis Ende 2022 verlängert



Um die Verbreitung von Elektro-Fahrzeugen und Hybrid-Modellen weiter zu fördern hat sich die neue Bundesregierung dazu entschieden, die Kaufprämien für umweltfreundliche Modelle bis Ende 2022 zu verlängern.



Seit Anfang Juli 2020 wurde der staatliche Anteil für die Förderung von E-Autos verdoppelt und kann noch bis Ende Dezember 2022 (Fahrzeugübernahme und Zulassung) beantragt werden. So erhalten reine E-Autos aktuell eine Förderung in Höhe von bis zu 9.000 €; Plug-in-Hybride bis zu 6.750 €. Bei den Plug-in-Hybriden gilt dies allerdings nur, wenn diese höchstens 50 Gramm CO₂ pro Kilometer emittieren oder eine rein elektrische Mindestreichweite von 40 Kilometern nach dem WLTP Messverfahren haben.



Förderung für Elektro-Autos und
Plug-In-Hybrid Modelle


Die Höhe der Auto-Kaufprämie im Detail:

  • 9.000 € Förderung für Elektroautos mit einem Listenpreis von unter 40.000 € (netto)
  • 7.500 € Förderung für Elektroautos mit einem Listenpreis von über 40.000 € bis
    maximal 65.000 € (netto)
  • 6.750 € Förderung bei Plug-In-Hybrid* Autos mit einem Listenpreis von unter 40.000 € (netto)
  • 5.625 € Förderung bei Plug-In-Hybrid* Autos mit einem Listenpreis von über 40.000 € bis
    maximal 65.000 € (netto)


Hinweis zum Listenpreis: Die Voraussetzungen für den Umweltbonus beziehen sich auf das Grundmodell ohne Sonderausstattung. Gewählte Sonderausstattungen beeinflussen die Förderfähigkeit des Fahrzeugs nicht.

* Bedingung für förderfähige Plug-In-Hybrid Modelle: Die CO2-Emmission muss kleiner als
50 Gramm CO₂ pro Kilometer sein oder das Fahrzeug muss eine rein elektrische Mindestreichweite (EAER city) von 40 Kilometern nach dem WLTP Messverfahren haben.



Voraussetzungen für die Auszahlung der Elektroprämie


Die Kaufprämie wird unter zwei Voraussetzungen ausgezahlt:


1. Das Fahrzeugmodell muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stehen.


2. Der Hersteller muss sich an der Kaufprämie beteiligen.


Die Richtlinie zum Umweltbonus gewährt übrigens bei Kauf oder Leasing keinen Rechtsanspruch auf Zuwendung und steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der veranschlagten Haushaltsmittel.



So erhalten Sie die Innovationsprämie beim Autokauf
über das BSW Autocenter:

Die Umweltprämie besteht aus zwei Teilen. Der Herstelleranteil ist bei der Konfiguration Ihres Wunschmodells über den BSW Neuwagen-Konfigurator bereits berücksichtigt und wird Ihnen somit direkt bei der Anschaffung des Fahrzeugs abgezogen.


Für die staatliche Förderung müssen Sie selbst einen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. Diesen Antrag können Sie ganz einfach online einreichen, allerdings erst wenn das Auto erworben und zugelassen ist. Wenn alle Unterlagen vollständig sind, wird Ihnen der staatliche Zuschuss auf Ihr Konto überwiesen.


1. Im Neuwagenkonfigurator einen Elektro- oder Plug-In-Hybrid-Motor auswählen und das Modell zusammenstellen


2. "Umweltbonus" unter der Konditionsübersicht auswählen


3. Angebot anfordern


4. Kaufvertrag unterschreiben


5. Nach dem Erwerb und der Zulassung des Autos beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Antrag auf die restliche Kaufprämie stellen



Achtung: Stellen Sie den Antrag versehentlich vor der Zulassung, wird der Antrag durch das BAFA abgelehnt. Hier hilft auch kein Widerspruch. Es kann dann auch nach der Zulassung kein neuer Antrag für dasselbe Fahrzeuges gestellt werden. Das BAFA hat aufgrund der rechtlichen Vorgaben in dieser Sache keinen Ermessensspielraum. Die Förderung wäre dann verloren!


Quelle: MeinAuto.de



2. Jährlich von der Treibhausgasminderungsquote profitieren



Mit der Treibhausgasminderungsquote will der Gesetzgeber den Ausbau erneuerbarer Energien forcieren. Kraftstoffanbieter werden damit verpflichtet, jährlich Emissionen zu reduzieren, können diese aber auch mit dem Ankauf von CO2-Zertifikaten kleinrechnen. E-Autofahrer verdienen daran mit.



Damit Deutschland seine Klimaschutz-Ziele erreichen kann, muss der CO2-Ausstoß im Verkehr deutlich sinken. Das hat den Bundestag im Mai 2021 dazu veranlasst, das 2015 eingeführte Gesetz der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) zu erweitern. Dieses verpflichtet Kraftstoffanbieter, den CO2-Ausstoß durch fossile Treibstoffe bis 2030 schrittweise um bis zu 25 Prozent zu reduzieren.



Ein Weg, um dieses Ziel zu erreichen ist, herkömmlichem Benzin und Diesel Biokraftstoffe aus Reststoffen wie Stroh und Gülle beizumischen. Dieses Gesetzt ermöglicht aber auch, die Emissionen mithilfe von hypothetischen CO2-Zertifikaten kleinrechnen zu können.



Und hier kommen die Halter von Elektro-Autos ins Spiel. Sie haben seit Anfang 2022 die Möglichkeit, die eingesparten Emissionen zu vermarkten und von einer Vergütung durch die THG-Quote jedes Jahr aufs Neue zu profitieren. Vorausgesetzt, sie haben ein rein batterieelektrisch angetriebenes Fahrzeug und keinen Hybriden (auch keinen Plug-in-Hybriden). Zugelassen sind private und geschäftlich genutzte Fahrzeuge, die auch geleast sein dürfen. Unerheblich ist, ob das Auto mit Ökostrom oder Elektrizität aus dem deutschen Strommix geladen wird.


Vermittler kaufen auf

Sind auf den Halter mehrere E-Fahrzeuge zugelassen, kann er für jedes ein eigenes CO2-Zertifikat anbieten. Übrigens sind auch alle Betreiber von privaten Ladepunkten Eigentümer einer THG-Quote und damit berechtigt, diese zu veräußern.



Damit die Kraftstoffhersteller nicht mit jedem E-Autofahrer einzeln verhandeln müssen, erfolgt der Handel über Vermittler, die CO2-Zertifikate gebündelt an die Mineralölindustrie verkaufen. Zu den Vermittlern gehören beispielsweise Start-ups oder Stromanbieter. Diese reichen Unterlagen des Kunden (Kontaktdaten und Foto der Zulassungsbescheinigung Teil 1) beim Umweltbundesamt ein, das nach Prüfung ein Zertifikat über die eingesparten Emissionen ausstellt.



Die anrechenbare energetische Menge Strom pro E-Auto beträgt 1943 kWh pro Jahr und ist ein Schätzwert, da der tatsächlich verbrauchte Strom nicht nachzuvollziehen ist. Die auszuzahlende THG-Prämie ist anbieterabhängig und wird überdies von der Nachfrage nach CO2-Zertifikaten vonseiten der Kraftstoffanbieter bestimmt. In der Regel sind pro Antrag zwischen 200 € und rund 400 € erzielbar, abzüglich einer Provision des Dienstleisters.



Nachteil des Quotengeschäfts: Da die Mineralölindustrie die Kosten für die Zertifikate auf den Spritpreis umlegen dürfte, müssen sich Halter von Verbrennern auf weiter steigende Belastungen einstellen. Am Ende muss man sich fragen, ob der Verkauf der eingesparten Emissionen tatsächlich dem Klima und damit dem Menschen, oder nur der Wirtschaft hilft.



Quelle: ARCD



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