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Clean-Desk-Strategie

Arbeitswelt 4.0: Jeden Tag ein neuer Platz

Dort wo früher die selbst gemalten Bilder der Kinder an die Wand gepinnt waren, gähnt jetzt Leere. Auf dem Schreibtisch steht kein Foto der Liebsten und auch sonst ist Persönliches Fehlanzeige. Clean-Desk-Strategie nennt sich die Methode, mit der zahlreiche Unternehmen auf die veränderte Arbeitswelt reagieren.

Keine festen Schreibtischplätze

Meetings, Projektarbeiten, Kundenbesuche, Home Office – nicht jeder Schreibtisch ist dauerhaft besetzt. Dazu kommen Urlaub und Krankheit. Den teuren Büroraum, der Tag um Tag brach liegt, muss das Unternehmen jedoch trotzdem zahlen. So liegt die Idee nahe, den Arbeitsplatz flexibel zu nutzen, indem es keine festen Arbeitsplätze für jeden Mitarbeiter mehr gibt. Unternehmen wie Siemens oder Microsoft reagieren mit der Clean Desk-Strategie auf die sich verändernde Arbeitswelt. Wer den Arbeitsplatz verlässt, darf nichts auf dem Schreibtisch hinterlassen. Morgens sucht man sich jeden Tag aufs Neue einen Platz im Großraumbüro.

Gefahr für Sicherheit und Gesundheit?

Für diese Strategie gibt es jedoch nicht nur Beifall. So gibt es Zweifel daran, dass sich Mitarbeiter ohne „eigenes Territorium“ wohlfühlen. Andere Bedenken betreffen die Sicherheit im Großraumbüro, wie eine aktuelle Befragung des Personaldienstleisters Robert Half Technology belegt. Fast die Hälfte der 200 teilnehmenden IT-Chefs (48 %) ist besorgt in Hinblick auf die akustische Sicherheit, etwa ein Viertel (24 %) befürchtet Schwachstellen bei der visuellen Sicherheit. Grund genug, dass man sich auch auf Gewerkschaftsebene darüber austauscht, wie die Arbeitswelt von morgen aussieht. Anfang Juni fand deshalb in Kopenhagen eine Fachtagung der CESI (Confédération Européene des Syndicats Indépendants/Europäische Union der Unabhängigen Gewerkschaften) dazu statt. Die CESI mit Sitz in Brüssel ist ein Zusammenschluss und quasi der europäische Dachverband von unabhängigen europäischen Gewerkschaften. Titel der Veranstaltung: „Die neuen Arbeitsrhythmen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz“.

Gewerkschaften wollen Taktgeber sein

Auf der dbb-Homepage kommentiert der dbbj Vize Michael Gadzalla die Diskussion: „Das ist eine Entwicklung, die Chancen und Herausforderungen zugleich birgt.“ Einig sind sich die Teilnehmer laut Gadzalla darüber gewesen, dass Gewerkschaften sich dem Prozess nicht verschließen dürften. „Sie müssen Taktgeber sein, um die Arbeitsrhythmen federführend im Interesse ihrer Mitglieder zu gestalten.“


  • Neue Arbeitswelt, Arbeitswelt 4.0, Gewerkschaften, Arbeitsmodell, Großraumbüro, Öffentlicher Dienst