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Heilung aus dem Garten

Pflanzenmedizin

Wer durch den Garten geht, an einem Kräutertopf vorbeistreicht oder eine frisch gepflückte Minze zwischen den Fingern reibt, spürt sofort, wie unmittelbar Pflanzen wirken können. Seit Jahrhunderten gehören Heilpflanzen zu den wichtigsten Hausmitteln.

Viele davon wachsen ganz unkompliziert direkt zuhause: im Garten, auf der Terrasse, auf dem Balkon oder sogar auf dem Fensterbrett. Man braucht keinen großen Platz, nur etwas Sonne, etwas Geduld und die Bereitschaft, sich auf diese wohltuenden Begleiter einzulassen. Gleichzeitig entsteht schnell der Wunsch, diese kleinen Helfer nicht nur zu pflegen, sondern auch sinnvoll zu nutzen. Genau hier setzt dieses Pflanzenporträt an: Es zeigt, welche Heilpflanzen sich besonders gut für den eigenen Anbau eignen, wie man sie pflegt und wie sie im Alltag zu kleinen, natürlichen Ritualen werden können.

Heilpflanzen, die fast überall wachsen

Viele Heilkräuter gehören zu den robustesten Pflanzen überhaupt. Sie benötigen keinen perfekten Boden und kein kompliziertes Pflegeschema. Oft reicht schon ein sonniger Platz, damit sie zuverlässig wachsen. Auch Einsteiger entdecken schnell, wie lohnend es ist, Pflanzen beim Wachsen zuzusehen und ihren Duft im Alltag zu erleben.

Ringelblume (Calendula):

Die Ringelblume zählt zu den Klassikern im Bauerngarten. Sie liebt Sonne, keimt schnell und blüht von Frühsommer bis Herbst. Ihre orangegelben Blüten wirken wie kleine Lichtpunkte im Beet oder im Topf. Ringelblumen bevorzugen lockere, nährstoffreiche Erde und regelmäßiges Gießen, ohne Staunässe. Gepflückt werden die Blüten am besten bei trockenem Wetter. Sie eignen sich für Salben, Ölauszüge oder Umschläge, die die Haut beruhigen können. Nach der Blüte bildet die Pflanze Samen, die sich leicht sammeln und im nächsten Jahr wieder aussäen lassen.

Salbei:

Salbei wirkt durch seinen aromatischen Duft schon im Vorbeigehen. Die Pflanze mag warme, sonnige Standorte und gut durchlässige Erde. Zu viel Feuchtigkeit verträgt sie weniger gut. Über den Sommer bildet Salbei kräftige Triebe und lässt sich regelmäßig schneiden. Für Tee werden frische oder getrocknete Blätter genutzt. Seine traditionelle Verwendung bei Halskratzen ist weit verbreitet. Ältere Pflanzen können verholzen, daher lohnt sich gelegentlich ein Rückschnitt. Mildere Winter kann Salbei im Topf gut überstehen, wenn er geschützt steht.

Pfefferminze:

Dieser „Klassiker“ wächst rasant und ist eine der pflegeleichtesten Heilpflanzen. Da sie Ausläufer bildet, sollte sie am besten in einem eigenen Topf stehen. Halbschattige bis sonnige Plätze sind ideal. Regelmäßiges Ernten fördert das Wachstum. Die Blätter eignen sich für Tee oder zur frischen Verarbeitung. Pfefferminze wird gern zur Unterstützung der Verdauung genutzt. Für die Winterzeit lässt sie sich gut trocknen. Durch ihren intensiven Duft ist sie zudem eine schöne Ergänzung für selbst gemachte Kräutermischungen.

Kamille:

Echte Kamille mag vollsonnige Standorte und lockere Erde. Sie bildet feine, zarte Blüten, die mild und vielseitig einsetzbar sind. Kamillenblüten lassen sich für Tees oder Dampfbäder nutzen und werden traditionell bei leichten Bauchbeschwerden geschätzt. Die Trocknung ist unkompliziert. Wichtig ist, die Blüten in einem gut belüfteten Raum auszubreiten. Wer regelmäßig sät, kann über viele Wochen hinweg neue Blüten ernten.

Thymian:

Diese Pflanze liebt Wärme und verträgt Trockenheit gut. Im Topf trocknet Erde schneller aus, daher sollte regelmäßig gegossen werden, jedoch ohne Staunässe. Durch einen sonnigen Platz entwickelt er besonders aromatische Blätter. Thymian ist ein traditionelles Mittel zur Unterstützung der Atemwege und wird gern für Tee oder Dampfbäder verwendet. Im Winter braucht er geschützte Standorte, denn Frost verträgt er nur bedingt. Im Sommer zieht Thymian viele Bienen an und bereichert damit den Balkon als kleine Mini-Oase.

Rosmarin:

Das bekannte Kartoffelgewürz erinnert an südliche Küsten. Es braucht viel Sonne, Wärme und durchlässige Erde. Die Pflanze kann im Topf mehrere Jahre alt werden, wenn sie im Winter frostfrei steht. Die Nadeln enthalten ätherische Öle, die belebend wirken können. Rosmarin wird zwar häufig in der Küche verwendet, eignet sich aber auch für aromatische Tees oder anregende Fußbäder. Bei großer Hitze sollte man ihn sparsam gießen, damit die Wurzeln nicht faulen. Im Frühjahr kann er zurückgeschnitten werden, um wieder kräftig auszutreiben.

Zitronenmelisse:

Zitronenmelisse duftet angenehm und wächst zuverlässig. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze. Wird sie regelmäßig geschnitten, bleibt sie kompakt und bildet frische Triebe. Die Blätter eignen sich für beruhigende Tees am Abend. Zitronenmelisse verbreitet sich gern, daher bietet sich ein Topf an. Frisch schmeckt sie besonders mild und ist auch in Wasserkaraffen eine Bereicherung. Besonders schön ist sie in Kombination mit blühenden Kräutern, da sie farbliche Ruhe in Pflanzgefäße bringt.

Lavendel:

Lavendel liebt trockene Erde und viel Sonne. Er eignet sich gut für Balkonkästen oder Töpfe auf der Terrasse. Die violetten Blüten sind sowohl dekorativ als auch aromatisch. Getrockneter Lavendel wird gern in kleinen Kissen oder Beuteln verwendet, die für einen angenehmen Duft sorgen und beim Einschlafen unterstützen können. Beim Lavendel lohnt sich ein Rückschnitt nach der Blüte, damit er kompakt bleibt. Die Pflanze zieht viele Insekten an und schafft eine mediterrane Atmosphäre.

Oregano:

Dieses Gewächs gedeiht am besten sonnig und warm. Es gehört zu den unkomplizierten Kräutern und kann im Beet oder Topf kultiviert werden. Die Blätter lassen sich frisch und getrocknet nutzen. Traditionell gilt Oregano als unterstützend für das Immunsystem. Regelmäßiges Ernten fördert buschiges Wachstum. Er harmoniert im Pflanzgefäß gut mit Thymian oder Salbei, da alle drei ähnliche Ansprüche haben.

Schafgarbe:

Schafgarbe bildet feine, fiederartige Blätter und weiße bis rosafarbene Blüten. Sie bevorzugt Sonne und gut durchlässige Erde. Die Pflanze ist anspruchslos und wächst auf vielen Böden. Schafgarbe lässt sich für Tee nutzen und wird traditionell bei leichten Entzündungen eingesetzt, ihre getrockneten Blüten behalten lange ihr Aroma. Die Pflanze passt gut in natürliche, leicht wilde Arrangements.

Standorte: Heilpflanzen auf Balkon, Fensterbrett und im Garten

Heilpflanzen brauchen vor allem Licht. Ein Südbalkon bietet ideale Bedingungen für Lavendel, Thymian, Rosmarin, Kamille, Oregano und Salbei. Auf einem Ost- oder Westbalkon gedeihen Pfefferminze und Zitronenmelisse besonders gut. Auf Fensterbänken sollten Pflanzen möglichst nah an der Scheibe stehen, jedoch nicht im ständigen Luftzug. Im Garten lohnt sich ein sonniges Kräuterbeet mit lockerer Erde. Wer verschiedene Heilpflanzen kombiniert, sollte darauf achten, wuchsfreudige Arten wie Minze in eigenen Töpfen zu halten. Gute Nachbarschaften können sich hingegen positiv auswirken: Thymian und Rosmarin profitieren beispielsweise von ähnlichen Bedingungen. Ringelblumen passen fast überall hinein und bringen Farbe ins Beet. Eine gute Drainage ist wichtig: Töpfe benötigen am Boden eine Schicht aus Kies oder Tonscherben, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Verwendung im Alltag

Die einfachste Form der Anwendung ist der Tee. Dafür verwendet man frische oder getrocknete Blätter und Blüten, die man mit heißem Wasser übergießt und ein paar Minuten ziehen lässt. Viele Heilpflanzen entfalten ihr Aroma besonders gut, wenn sie leicht zerdrückt werden, bevor das Wasser darüber gegossen wird. Wer gern eigene Teemischungen herstellt, kann verschiedene Kräuter kombinieren und nach Saison variieren. Ein Mix aus Zitronenmelisse, Minze und Ringelblume ergibt beispielsweise einen sanft aromatischen Alltagstee. Auch Badezusätze lassen sich ohne großen Aufwand selbst herstellen: Für ein Kräuterbad nimmt man eine Handvoll Lavendel, Rosmarin oder Kamillenblüten, füllt sie in ein kleines Stoffsäckchen und hängt dieses in warmes Badewasser. Der Duft breitet sich schnell im Raum aus und verleiht dem Bad eine wohltuende Note. Ähnlich einfach sind Ölauszüge: Dazu pflückt man frische oder leicht angetrocknete Blüten, bedeckt sie mit einem milden Pflanzenöl und lässt alles an einem warmen Ort ziehen. Nach einigen Wochen wird das Öl abgeseiht. Es lässt sich später für einfache Pflegerituale wie Einreibungen oder Handpflege nutzen.


Duftkissen bleiben ebenfalls ein beliebtes Projekt. Lavendel, Zitronenmelisse und Minze lassen sich gut miteinander mischen. In kleinen Baumwollbeuteln behalten die getrockneten Kräuter lange ihr Aroma. Auch im Kleiderschrank oder in Schubladen sorgt diese Mischung für eine angenehme Frische. Beim Trocknen gilt weiterhin: niemals in direkter Sonne, denn dadurch verlieren Kräuter schnell ihren Duft. Ein luftiger, schattiger Platz ist ideal, ebenso Trockenrahmen oder einfache Küchenpapierlagen. Getrocknete Kräuter sollten in gut verschlossenen Gläsern aufbewahrt werden, kleine Etiketten mit Erntedatum helfen dabei, den Überblick zu behalten. Frisch geerntete Blüten oder Blätter können außerdem eingefroren werden, am besten in kleinen Portionen oder in Eiswürfelformen mit etwas Wasser – eine praktische Methode, um im Winter auf Vorräte zurückzugreifen.

Kleine Hausapotheke aus dem Garten

Viele Heilpflanzen begleiten Menschen schon seit Generationen durch den Alltag: Ein warmer Aufguss mit Thymian kann an kalten Tagen wohltun, während der vertraute Duft von Pfefferminze gern genutzt wird, wenn der Magen etwas Ruhe braucht. Auch Zitronenmelisse hat ihren festen Platz in vielen Haushalten: Ihr mildes Aroma eignet sich gut für den Abend und wirkt in einem einfachen Tee besonders angenehm. In der Duftwelt spielt Lavendel eine besondere Rolle. Getrocknete Blüten in kleinen Kissen oder Schalen sorgen nicht nur für einen feinen Raumduft, sondern schaffen auch eine ruhige Atmosphäre. Wer gern natürliche Pflegeprodukte verwendet, greift häufig zu Ringelblumenblüten, aus denen unkompliziert Öle oder einfache Hausmittel entstehen können. Rosmarin wiederum bringt mit seinem kräftigen Aroma etwas Energie in kleine Alltagsrituale, etwa in ein warmes Fußbad nach einem langen Tag.


Die milden Blüten der Kamille gehören ebenfalls zu den traditionellen Begleitern. Ob im Tee, als Dampfbad oder als sanfte Waschung, sie lässt sich vielseitig verwenden. Ergänzt wird diese kleine Auswahl durch Kräuter wie Oregano oder Schafgarbe, die im getrockneten Zustand gut für Tees geeignet sind und den eigenen Vorratsschrank auf natürliche Weise bereichern. All diese Anwendungen beruhen auf traditionellem Wissen. Sie ersetzen keine medizinische Behandlung, können aber für viele schöne Alltagsmomente sorgen – sei es durch ihre Aromen, ihre Farben oder das gute Gefühl, etwas Selbstangebautes zu verwenden. Wer einmal erlebt hat, wie gut frisch geerntete Kräuter duften, möchte ihre Vielfalt im Jahreskreis meist nicht mehr missen. Und genau darin liegt der besondere Wert eines eigenen Heilpflanzengartens: Er verbindet die Freude am Pflanzen mit einem natürlichen Blick auf das eigene Wohlbefinden.


  • Pflanzen, Medizin, Heilkräuter, Hausapotheke, Zuhause, Balkon, Fensterbrett, Garten

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